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Hände einer erwachsenen Person führen die Hände eines Babys

Das Affolter-Modell®

Die Therapeuten von Ambulant-Physio Ergo Logo arbeiten seit 2015 auf der Grundlage der Erkenntnisse von Dr. Félicie Affolter. Begleitet und geschult werden sie durch die Affolter-Therapeuten und Senior Instruktorinnen des Therapiezentrums in Burgau, voran Frau Luzia Fischer.

Der Umgang mit Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen umfasst auch den Umgang mit den daraus resultierenden Wahrnehmungsstörungen. Betroffene erkennen einen Arm als „fremd“ oder „nicht zu sich gehörig“ oder können ihre Gliedmaßen nicht korrekt im Raum lokalisieren.

Zwei Kursteilnehmerinnen stehen lachend vor dem roten Banner „TOHO – DIE Rehabilitation. Schulungszentrum“

Das Entwicklungsmodell

Über Jahre wurde das Interaktionsgeschehen bei gesunden Menschen sowie bei Menschen mit Entwicklungsstörungen beobachtet und analysiert. Der „Schweizerische Nationalfond zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung“ (SNF) finanzierte mehrere Querschnittsuntersuchungen und ein longitudinales Forschungsprojekt.

Die wichtigsten Aussagen:

  • Entwicklung beruht auf der Interaktion zwischen Person und Umwelt.
  • Interaktion begleitet den Menschen ein Leben lang. Voraussetzung ist die Fähigkeit, eigene Ziele zu verfolgen und Probleme zu lösen — dabei sind Hypothesenbildungen, Informationssuche und Organisation entscheidend.
  • Das taktil-kinästhetische System (das Spüren) hat eine führende Rolle. Es liefert Informationen über das „WO“ (Position) und das „WAS“ (Geschehen).

Gespürte Interaktionserfahrungen im Alltag gelten als Wurzel der Entwicklung. Nur durch ihre Ausweitung oder Neuorganisation entstehen neue Entwicklungsstufen. Das Modell stellt keinen starren hierarchischen Ablauf dar, sondern sieht Störungen — z. B. nach Schlaganfall oder Schädelhirntrauma — immer im Kontext der Gesamtentwicklung.

Weiße Gipsfragmente eines Gesichts – Auge, Ohr und Mund – zu einem Würfel gestapelt